Ein offenes Wort zu Gebühren:

Sie wissen selbstverständlich, dass Dienstleistungen im angemessenen Rahmen zu vergüten sind. Trotzdem kann es gerade zur Frage, welche Vergütung für die anwaltlichen Tätigkeit denn nun angemessen ist, durchaus unterschiedliche Auffassungen geben. Um hier einen Maßstab zu bieten, hat der Gesetzgeber zwingend angeordnet, dass die anwaltliche Tätigkeit für Aufträge, die nach dem 30.06.2004 erteilt worden sind, ausschließlich nach dem Rechtsanwaltsvergütungs-
gesetz (RVG) abzurechnen ist. Das RVG besteht aus dem eigentlichen Gesetzestext und einem umfangreichen Vergütungsverzeichnis (VV), das die einzelnen Gebührentatbestände erfasst. Da das RVG für alle Rechtsanwälte in Deutschland gilt,  stellt es sicher, dass der Mandant einen festen Maßstab hat. Auch sind beim RVG deulich die gesetzgeberischen Bemühungen zu erkennen, auch bei den Gebührenfragen Wettbewerb zuzulassen. So ist seit dem 01.07.2006 die Vergütung für Beratungen frei zu kalkulieren, so dass der Ratsuchende die Möglichkeit erhält, vor der Beratung “Kostenvoranschläge” einzuholen, und die Preise zu vergleichen.